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Wie Freu(n)de machen auf Facebook?

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Die Macht von Facebook und gute Unternehmensauftritte auf der Plattform | Von Vivien Nikolic


Facebook ist mächtiger denn je. Wie u.a. die New York Times berichtete, gehören seit Anfang des Jahres auch die US-Großbank Goldman Sachs und die russische Internetbeteiligungsgruppe Digital Sky Technologies zu den Investoren der Seite. Mit je etwa einer halben Milliarde US-Dollar unterstützen die Unternehmen Facebook und treiben den Marktwert der Plattform damit auf 50 Milliarden US-Dollar.

Mit etwa 600 Millionen Mitgliedern weltweit, Tendenz steigend, führt  für Unternehmen kein Weg mehr an Facebook vorbei. Wer Facebook nicht nutzt, ist out. So einfach scheint die Message.

Dabei ist die Firmenpräsentation auf Facebook oft ein Drahtseilakt. Wie viel wollen wir preisgeben? Ist die Seite eher serviceorientiert oder dient sie nur der Selbstdarstellung? Welche Art von Beziehung wollen wir zu den Fans unseres Auftritts? Die Liste der Fragen, die Unternehmen sich vorab stellen sollten, ist lang.

An Quellen der Inspiration mangelt es jedenfalls nicht. Die Großen, z.B. Coca-Cola, machen vor wie man Facebook sinnvoll nutzen und einen echten Mehrwert für Kunden und Freunde des Unternehmens erzielen kann.

Starke Marken scheinen es besonders leicht zu haben. Denn auch der private Facebook-Nutzer fragt sich: Was will ich mit meiner Seite erreichen? Möchte ich mich selbst darstellen und der Welt zeigen wie ich bin und was mir gefällt? Oder nutze ich die Seite überwiegend um mit Menschen in Kontakt und stets up-to-date zu bleiben? Wenn ich Fan von Coca Cola werde, was sagt das über mich aus? Weckt eine starke Marke positive Assoziationen wie Lebensfreude, Unabhängigkeit oder Jugendlichkeit, fällt es leichter Fans zu finden. Denn der private Nutzer, der eine solche Marke zu seinen Interessensgebieten fügt, sagt anderen: Ich bin wie diese Marke, damit kann ich mich identifizieren.

Eine Rangliste der 10 größten Markenauftritte auf Facebook zeigt, welche Produktgruppen oder Branchen besonders erfolgreich sind (Stand: April 2011):

#NameFansWachstum
1Coca-Cola24 330 619+83.76%
2Starbucks20 476 358+38.99%
3Disney19 202 185+171.13%
4Oreo17 611 086+64.94%
5Red Bull16 813 265+84.93%
6Skittles15 754 828+53.33%
7Converse All Star15 175 105+148.07%
8Converse13 741 345+184.36%
9Victoria's Secret12 212 127+60.46%
10iTunes12 170 715+91.60%

Quelle: socialbakers.com

Marken wie Coca-Cola können nur profitieren, wenn Fans ihre Liebe zum Produkt auf der öffentlichen Pinnwand bekunden, oder private Fotos hochladen und damit ihren persönlichen Coca-Cola-Moment teilen. Gewinnspiele, neue Marketing-Aktionen und Firmeninfos lassen sich natürlich auch auf der eigenen Homepage unterbringen, wirklich interaktiv wird das Ganze aber nur auf Facebook.

Auch kleinere Unternehmen profitieren von Facebook. Fleischerei, Party-Service und Restaurant Freese zum Beispiel. In Kombination mit einem Blog nutzt der sympathische Inhaber Ludger Freese aus dem kleinen Örtchen Visbek im Oldenburger Münsterland die Möglichkeiten des Web 2.0 vorbildhaft. Ein authentischer Auftritt, der immerhin 94 Fans zählt. Link: http://www.facebook.com/freesefleischerei

Ein weiteres positives Beispiel ist Kimeta, eine Meta-Jobsuchmaschine. Auf den Kommentar eines Nutzers, der dringend eine Ausbildungsstelle sucht, antwortet das Unternehmen ausführlich und wünscht “Viel Erfolg”. Link: http://www.facebook.com/Kimeta.de

Facebook wächst und wächst. Viele Unternehmen profitieren ganz selbstverständlich von den unzähligen Möglichkeiten des Social Web und generieren einen echten Mehrwert. Andere verpassen den Anschluss und rennen einer Entwicklung hinterher, die großes Potenzial hat, aber auch viele Gefahren birgt, wenn man sie nicht intelligent nutzt.

Vivien Nikolic

Autor: Vivien Nikolic

Vivien Nikolic studiert Kultur & Wirtschaft an der Universität Mannheim. Neben dem Studium arbeitet die angehende Wirtschaftsjournalistin als freie Redakteurin und engagiert sich in der Studenteninitiative "Market Team" als Projektmanagements-Vorstand. Ihr Interesse gilt managementbezogenen Fragestellungen jeglicher Art.

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