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Vereinsmanagement 2.0

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Vorgestellt: MeinVerein.de – ein Online-Tool zum Vereinsmanagement | Von Vivien Nikolic

Vereinsleben

Der Berufsverband der Discjockeys, die VW-Bus-Freunde Kassel, der Turnverein Bad Sobernheim. So unterschiedlich diese Vereine auch sein mögen, sie haben eines gemeinsam: Ein virtuelles Vereinsheim auf der Online-Plattform MeinVerein.de. Und damit befinden sie sich in bester Gesellschaft. Über 10.000 Vereine deutschlandweit nutzen das werbe-, shop- und affiliate(?)finanzierte Angebot zum Management ihrer Vereinsaktivitäten.

Vor Gründung von MeinVerein.de wussten viele der heutigen Mitglieder vermutlich noch nicht einmal, dass sie eine solche Plattform überhaupt brauchen könnten. Man verständigte sich über Pinnwände, Mails und Telefonate, alles dauerte eine Weile und manchmal verschwanden Informationen in den Tiefen der Vereins-Bürokratie. Irgendwie funktionierte das Vereinsleben dennoch. Aber auch vor ihnen machte das Web 2.0 nicht Halt. Die Message an Vereinsvorstände lautete: Mit MeinVerein.de wird alles schneller, effizienter, schöner.

Das soziale Netzwerk für Vereine, Clubs und Interessengemeinschaften ist die Idee zweier befreundeter twenty-somethings aus Hamburg: Max Fischer und Axel Kmonitzek, der eine zur Zeit der Gründung Amateurboxer und angehender Jurist an der renommierten Bucerius Law School, der andere Student am European Business College Hamburg. Ihre Idee: So vieles spielt sich heutzutage in sozialen Netzwerken ab, warum nicht auch das Vereinsleben? Weil es bis dato noch keine Plattform gibt, die genau diese Nische abdeckt, gründen die beiden 2007 die ClubPort GmbH, die Mutterfirma von MeinVerein.de.

Heute bietet die Seite Vereinen umfangreiche Tools für ein modernes Vereinsmanagement. Dazu gehören das Austauschen von Videos, Fotos und Berichten, die Terminplanung oder das Verschicken von Nachrichten an alle Mitglieder. Interaktion, Organisation und Präsentation lassen sich auf der Plattform optimal vereinen, so die Gründer.

2009 zeichnete die Initiative “Deutschland – Land der Ideen” das junge Start-Up zudem als „Ort im Land der Ideen“ aus. Horst Köhler überreichte die Urkunde vor 40 geladenen Gästen.

Bei allem Erfolg und den steigenden Mitgliederzahlen der Plattform, bleibt jedoch offen, welchen Einfluss die Verschiebung typischer Vereinsaktivitäten vom Vereinsheim in die Anonymität des Webs, auf den Geist eines Vereins hat. Wie verändert sich das reale Zusammensein, wenn Aufgaben zunehmend virtuell abgewickelt werden? Leiden Teamgeist und Zusammengehörigkeitsgefühl darunter? Man müsste sie fragen, die Discjockeys, VW-Bus-Freunde und Turner. Aber vielleicht gründen die auch gerade noch eine Vereinsgruppe auf Facebook…

Vivien Nikolic

Autor: Vivien Nikolic

Vivien Nikolic studiert Kultur & Wirtschaft an der Universität Mannheim. Neben dem Studium arbeitet die angehende Wirtschaftsjournalistin als freie Redakteurin und engagiert sich in der Studenteninitiative "Market Team" als Projektmanagements-Vorstand. Ihr Interesse gilt managementbezogenen Fragestellungen jeglicher Art.

2 Kommentare

  1. WISO Mein Verein (http://www.wiso-meinverein.de/) scheint ja sogar eine Anbindung an MeinVerein.de zu haben… Hat hier jemand Erfahrungswerte, wie das funktioniert? Und was gibt es noch an Alternativen für Vereine?

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