xRMblog

Anything about Any(thing) Relationship Management

Googles verfeinerte Suchfunktionen

| Keine Kommentare

Googles Suchfunktionen und wie Unternehmen davon profitieren können | Von Sebastian Weiß

Google Search

Ich muss an dieser Stelle zugeben: Internet ohne Google ist für mich unvorstellbar. Probieren Sie es selbst aus und verzichten Sie einen Tag komplett auf Google. Gerne dürfen Sie an dieser Stelle mir Ihre Erlebnisse schildern. Wer hat sich in letzter Zeit nicht auch gewundert über die neue Leiste auf der Google-Seite. Google hat sein Design leicht angepasst und neue Optionen integriert. Mehr als drei Viertel der Internetnutzer durchsuchen aktuellen Studien zufolge das Internet mit der Suchmaschine Google. Als neueste Entwicklung versieht das Unternehmen die Such-Oberfläche mit einer Seitenleiste, die schnellen Zugriff auf zum Ergebnis passende Webinhalte bietet. Dieser Artikel gibt eine Übersicht über die verfeinerten Google Suchoptionen und wie man diese für seine Geschäftsbeziehungen nutzen kann.

Ich weiß was du suchst: Automatische Suchvervollständigung

Beim Eintippen eines Suchbegriffs in das allwissende Suchfeld wird ihre Suchanfrage automatisch vervollständigt. Dabei wird während Ihrer Eingabe mithilfe des Google-Algorithmus und auf Grundlage der Suchaktivitäten anderer Nutzer Suchanfragen vervollständigt und unmittelbar angezeigt. Der Algorithmus bezieht sich auf eine Reihe objektiver Faktoren, wie z. B. auf die Beliebtheit der Suchbegriffe.

Die Sofortseite: Instant Pages

Die Besonderheit dieser neuen Funktion besteht in der Prognose des User-Verhaltens. Damit kann die Zeit verkürzt werden, die ein User für die Suche nach einem Begriff  benötigt. Der neue Algorithmus prognostiziert auf welchen Link der User klicken wird und lädt die entsprechende Seite bereits, bevor der Klick erfolgt ist. Das soll auf Basis der Suchhistorie des Nutzers geschehen. Diese wird mit der Relevanz der Ergebnisse abgeglichen. Damit will Google den Suchvorgang um bis zu fünf Sekunden verkürzen. Der Durchschnitts-User benötigt derzeit rund 25 Sekunden, um sein Ziel zu finden. Etwa zehn Sekunden benötigt der User für die Eingabe des Suchbegriffs, 15 weitere vergehen bei der Auswahl des passenden Resultats. Laut aktuellen Planungen wird Instant Pages, so der Name des neuen Suchmaschinen-Features, nur in Google Chrome Verwendung finden.

Das könnte Sie auch interessieren: Verwandte Suchanfragen

Nach Eingabe eines Suchbegriffs präsentiert Google im Standardfall am Ende der ersten Trefferseite eine Liste mit verwandten Suchanfragen. Auf der linken Bildseite sind Filterkriterien einstellbar unter denen ebenfalls die verwandten Suchanfragen aktiviert werden können. Dadurch rücken die verwandten Suchanfragen an den Anfang der Trefferliste. Dabei dient häufig Wikipedia als allgemeine Quelle.

Seit wann ist eine Information online: Zeitleiste und Zeiteingrenzung

Mittels Suchbegriffen können Trends abgebildet werden. Während der Bundestagswahl steigen zum Beispiel die Suchanfragen nach Parteien. Die Zeitleiste zeigt dabei an, wie häufig nach Begriffen im Zeitverlauf gesucht wurde. Wie ist dabei vorzugehen: Um den Suchtrend anzuzeigen, zuerst die Suchbegriffe eingeben und eine normale Suche starten. Dann in der linken Spalte auf “Mehr Optionen” und “Zeitleiste” klicken. Dabei kann der Zeitraum auch weiter eingegrenzt werden.

Unabhängig von dem graphischen Zeitverlauf kann eine Suche zeitlich beschränkt werden. Dadurch kann man die Trefferliste auf z.B. die letzte Stunde oder den letzten Monat begrenzen. Voreingestellt sind dabei alle Treffer und eine Änderung ist über die linke Spalte möglich.

Lokale Suche: Standort

Google liefert Ihnen stets die Ergebnisse, die es für Ihre Suche am relevantesten hält. Der Standort ist einer der Faktoren, anhand derer diese relevanten Ergebnisse geliefert werden. Falls Sie beispielsweise nach einer Restaurantkette suchen, möchten Sie wahrscheinlich das am nächsten gelegene Restaurant finden. Eine standortbasierte Anpassung der Suchergebnisse ermöglicht dies. Google bestimmt mittels der IP-Adresse bzw. anderen Kriterien automatisch ihren Standort, dieser kann auch in einen alternativen Standort geändert werden.

Und vieles mehr: Sprachauswahl und Wörterbuch

Über die neu gestaltete linke Bildschirmleiste kann der Benutzer auswählen, ob er das gesamte Web durchsuchen möchte oder ob er es auf Seiten auf Deutsch, Seiten aus Deutschland oder übersetzte Seiten abgesehen hat. Die Wörterbuchfunktion liefert automatisch Webdefinitionen, die hauptsächlich von Wikipedia stammen und ermöglicht eine direkte Übersetzung des Begriffs in eine Fremdsprache.

An dieser Stelle möchte ich eine Möglichkeit vorstellen, wie mit Google Trendforschung betrieben werden kann, und den Einfluss auf Kunden- und Stakeholder-Beziehungen aufzeigen.

Sehen wonach die Welt sucht: Google Trends

Google Trends stellt Informationen darüber bereit, welche Suchbegriffe von Nutzern der Suchmaschine Google wie oft eingegeben wurden. Damit lässt sich die Popularität einzelner Begriffe im Zeitverlauf analysieren, was Rückschlüsse auf sich formierende Trends in der Gesellschaft erlaubt. Unter anderem wurden insbesondere die mit Grippe in Verbindung stehenden Suchbegriffe zur Vorhersage der Ausbreitung von Grippeerkrankungen in der Bevölkerung genutzt. Es wird somit möglich das weltweite Interesse an bestimmten Themen zu erfragen. Eine weitere Spielerei ist Google Hot Searches. Aktuell auf die USA beschränkt, wird dabei stündlich eine Liste der 40 am schnellsten wachsenden Suchanfragen erstellt.

Einfluss auf das Beziehungsmanagement

Die neuen Filterfunktionen ermöglichen eine feinere Suche nach Informationen in einer speziellen Rubrik oder aus einem speziellen Zeitraum. Diese genaueren Informationen zusammen mit  Google Trends bieten einen tieferen Einblick in das Verhalten spezieller Kundengruppen oder Stakeholder. Sie können sich somit positiv auf die Geschäftsbeziehungen auswirken. Zudem sind die Funktionen kostenneutral und ermöglichen bspw. den Vergleich von Entwicklungen in verschiedenen Ländern.

Aus meiner Sicht liefern die vorgestellten Werkzeuge eine gute Möglichkeit, ein Unternehmen mit zusätzlichen CRM-Informationen zu versorgen, um dadurch auf das zukünftige Verhalten von Kunden oder Stakeholdern zu schließen. In der Praxis ist es wichtig, einen geschlossener Regelkreis zu bilden, um die gewonnenen Informationen nach ihrem Wertbeitrag beurteilen zu können.

Weiterführende Links:

Sebastian Weiß

Autor: Sebastian Weiß

Sebastian Weiß studiert an der Uni Karlsruhe Wirtschaftsingenieurwesen. Dabei beschäftigt er sich unter anderem mit den Themen Wissensmanagement und der Analyse von Netzwerken im Relationship Management. Seit einem Aufenthalt in China betrachtet er soziale Beziehungen aus einer völlig neuen Perspektive.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.