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Vernetzte Organisationsstrukturen mit Hilfe von xRM besser managen | Von Dr. Bernhard Kölmel

Glühendes Netz

Vernetzte Organisationsstrukturen bestehen aus Relationen, deren Stärke und Charakter unterschiedlich sind. Dabei ist die prädominante verbreitete Netzwerk-Organisationen gegenwärtig vor allem in der High-Tech-Industrie zu finden, wo sich ein schneller technologischer Wandel vollzieht.

In Netzwerk-Organisationen (vgl. Camarinha-Matos und Hamideh Afsarmanesh, 2006) gibt es mehrere kreislauforientierte Prozesse, wobei jede Vernetzungseinheit so organisiert werden kann wie die Organisation als Ganzes.

In der Literatur wurden die theoretischen Grundlagen von Drucker in Networked Organization (1998), von Davidow und Malone in Virtual Corporation (1992), von Sydow in Strategische Netzwerke (1992), von Keene in Relational Organization (1991), von Ackoff in Democratic Organization (1994) und von Ashkenas et al. in Boundaryless Organization (2002) hinlänglich beschrieben.

Die Beziehungen des Netzwerkes weisen alle in Richtung eines neuen Netzwerkverständnisses, welches die Eigenorganisation der handelnden Teilnehmer in jedem Netzwerkknoten hervorhebt. Durch die Vernetzung verschwinden die Grenzen von Organisationen. Die Prozesse durchlaufen Funktionseinheiten im globalen Prozessmanagement, egal ob es innerhalb einer multinationalen Unternehmung (MNC – Multinational Corporation) oder innerhalb rechtlich unabhängiger vernetzt operierender Unternehmen (CN – Collaborative Network) stattfindet.

Das Beziehungsmanagement der Netzwerk-Organisationen erlaubt eine agile Vernetzung zwischen Menschen, Teams, Organisationen und Maschinen und kann durch das Verfolgen unterschiedlicher Zielrichtungen, die durchaus komplementär sein können, Probleme hoher Komplexität lösen. Mit Hilfe von xRM sind Vernetzungen nicht auf drei Dimensionen beschränkt, es lassen sich multidimensionale Netzwerke aufbauen. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten die globalen Prozesse zu organisieren: funktional, produkt- bzw.  serviceorientiert, marktorientiert und interfacebezogen.

Im Rahmen des Projektes “GloNet – Glocal enterprise network focusing on customer-centric collaboration” werden diese theoretischen Erkenntnisse mit Hilfe von sicheren Cloudumgebungen praxisorientiert umgesetzt. Das Management der weltweit angesiedelten Funktionen und deren Verknüpfung in internationaler Wertschöpfungsketten anhand von Netzwerken bedarf einer Vernetzung der übergreifenden Prozesse und Funktionen. Im realen Anwendungsfall müssen sich fertigende KMUs bei variantenreichen und um Services erweiterte Produkten international vernetzen, um eine Ende-zu-Ende Kollaboration mit den Kunden und den weltweit verteilten Zulieferern (co-creation) zu ermöglichen.

Die fortschreitende Liberalisierung der Weltmärkte, der weitere Rückgang von Handelshemmnissen sowie die rasanten Entwicklungen in den Bereichen Logistik, Informations- und Kommunikationstechnik ermöglichen somit neue Gestaltungsoptionen. Bei der Optimierung der Wertschöpfungsverteilung gibt es eine Vielzahl von Einflussfaktoren. Innerhalb von GloNet werden cloud-basierte Lösungen spezifiziert, entwickelt um die Aufbau- und Ablauforganisation in realen Anwendungsfällen von internationalen Value Chains umgesetzt.

Prof. Bernhard Kölmel

Autor: Prof. Bernhard Kölmel

Bernhard Kölmel ist Professor für Global Process Management an der Hochschule Pforzheim. Davor war er Leiter des Innovationsmanagement und der Forschung bei der CAS Software AG und deren Tochterunternehmen YellowMap AG.

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