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Google Insights: Tipps und Einsatzgebiete

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Google Insights for Search eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten | Von Sebastian Weiß

Google Search

Google Insights ermöglicht nicht nur Statistikfans interessante Einblicke in aktuelle Web-Entwicklungen anhand der Suchanfragen von Nutzern. Mit der Extension von Google Trends und Google Adwords, die im Moment als Beta-Version vorliegt, können bestimmte Keywords in Bezug auf diverse Regionen und Zeitintervalle genau unter die Lupe genommen werden. Dadurch wird es möglich, Suchvolumenmuster über bestimmte Regionen, Kategorien, Zeiträume und Webdienste hinweg zu vergleichen. Kategorien können hierbei z. B. Finanzen oder Sport sein.

Wie funktioniert das Verfahren

Insights analysiert einen Großteil der weltweit getätigten Google-Websuchen. Entscheidend ist, wie viele Suchvorgänge für die eingegebenen Begriffe verglichen mit der Anzahl aller Suchanfragen auf Google über einen bestimmten Zeitraum durchgeführt wurden. Die Daten enthalten nach Angaben von Google keine personenbezogenen Informationen. Zudem werden nur Ergebnisse für Suchbegriffe mit einer hohen Zugriffszahl angezeigt.

Die ermittelten Daten können im CSV-Datenformat exportiert werden und bspw. in einer Tabellenkalkulation weiterverwendet werden. Dabei wird deutlich, dass sich die Trendverläufe auf wöchentliche Aktualisierungen beziehen. Für den CSV-Download ist ein Google-Konto erforderlich. Diagramme und Tabellen können darüber hinaus in das GooglePlus-Profil eingebettet werden.

Je Suchbegriff können regionale Suchinteressen (bzgl. ein Land oder eine Stadt), Top-Suchanfragen, zunehmende Suchanfragen (ansteigende Tendenz) und Veränderungen im Zeitverlauf angezeigt werden. Im Diagramm “Interesse im zeitlichen Verlauf” sind standardmäßig eine Prognose (Zukunftstrend) und passende Nachrichtenschlagzeilen eingeblendet.

Einsatzgebiete

Das Werkzeug Google Insights kann Werbenden und Marketingexperten einen besseren Überblick über das Suchverhalten von potentiellen Kunden gewähren. Um genaue Angaben zu den einzelnen Suchphrasen zu erhalten, ist es erforderlich, sich in seinen Google Account einzuloggen.

Es können bspw. Zusammenhänge zwischen einer Jahreszeit und der Nachfrage hergestellt werden. Auf Basis einer Nachfrageprognose kann eine Budgetierung und Planung erfolgen. Eine geografische Verteilung der Suchbegriffe gibt Auskunft darüber, wo sich einzelne Kundengruppen befinden.

Die schweizerische News-Seite news.ch präsentiert auf Basis der Google Insights Resultate die Aufsteiger der Woche. Damit werden aktuelle Trends und Themen in der Gesellschaft transparent dargestellt.

Mögliche Einsatzzwecke werden anhand von Google-Videos zu den Themen “Analyse von Kampagnenauswirkungen“, “Erstellung von Werbebotschaften” oder “Bewertung von Marken” vorgestellt.

Analysebeispiele

Abschließend möchte ich zur besseren Verständlichkeit zwei Suchanfragen mit Screenshots vorstellen und deren Ergebnisse präsentieren.

1. Ranking aktueller IT-Themen

Google Insights

Bei dieser Begriffsabfrage ist auffällig, dass die ThemenAnfang 2008 relativ nah beinander lagen. Anschließend steigt die Bedeutung der “Cloud” die anderen Begriffe haben eine rückläufige Tendenz. Bei der Gesamtbewertung der Begriffe liegt “Cloud” vor “CRM” und “ERP”. Der Vergleich beschränkt sich auf maximal 5 Suchbegriffe.

2. Ranking großer IT-Unternehmen

Google Insights

Hierbei wird deutlich, dass der Begriff “Facebook” ab 2007 einen rasanten Aufstieg zu verzeichnen hat. “Google” folgt mit einen leicht ansteigenden Tendenz. Die drei weiteren Begriffe stagnieren auf ähnlichem Niveau.

Google Insights ist durch eine übersichtliche Oberfläche ein intuitives Werkzeug, mit dem einige interessante Entwicklungen dargestellt werden können. Es ermöglicht ein zeitliches Abbild des Web-Suchverhaltens. Der Einsatz von Google Insight Search ist als Ergänzung zu konventionellen Marketinginstrumenten sehr gut vorstellbar. Haben Sie spannende Trend-Vergleiche mit Insights erstellt? Dann würden wir uns sehr über Ihren Kommentar freuen!

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Sebastian Weiß

Autor: Sebastian Weiß

Sebastian Weiß studiert an der Uni Karlsruhe Wirtschaftsingenieurwesen. Dabei beschäftigt er sich unter anderem mit den Themen Wissensmanagement und der Analyse von Netzwerken im Relationship Management. Seit einem Aufenthalt in China betrachtet er soziale Beziehungen aus einer völlig neuen Perspektive.

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