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Studie: Social Media und Employer Branding

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Zusammenfassung & xRM-Kommentar zum Artikel “Viel Handlungsbedarf” | Von Sebastian Weiß

Employer Branding

Eine  Studie von iCrossing Research vom September 2011 besagt, dass Deutschlands Top-Firmen bei Social Media und Employer Branding noch nicht top sind. In diesem Artikel werden die Kernaussagen der Studie zusammengefast und aufgezeigt, wie das Employer Branding mit Hilfe von xRM weiter verbessert werden kann.

Studie

Mithilfe von Employer Branding können Unternehmen geeignete Mitarbeiter hinzugewinnen.

“Unter Employer Branding versteht man die Arbeitgebermarke (engl. Employer Brand), also die vom Unternehmen gezielt gestaltete Art und Weise, wie ein Unternehmen im Arbeitsmarkt als Arbeitgeber wahrgenommen wird.”

Dafür wird eine ansprechende Außendarstellung und Social-Media-Maßnahmen – wie eine Karriereseite auf Facebook – benötigt, um sich den zukünftigen Mitarbeitern optimal zu präsentieren. Dieses Ergebnis hat die Münchner Agentur iCrossing ermittelt. Die Studie bezieht sich auf den Auftritt der DAX-30-Unternehmen auf Social-Media Seiten wie Facebook. Die Thematik ist aufgrund des steigenden Fachkräftemangels und des Wettbewerbs um talentierte Arbeitskräfte für alle Unternehmen von großer Bedeutung.

Ergebnisse der Untersuchung mit Handlungsempfehlungen

Umso verblüffender ist es, das lediglich knapp über 60% der untersuchten Firmen HR-Informationen auf Facebook bereitstellen. Nur die Hälfte dieser Konzerne hat eine spezielle Karriere-Facebook-Seite. Durch eine Trennung des Facebook-Auftritts – in allgemeine und Karriere-Themen – können die Zielgruppen besser erreicht werden. Darüber hinaus sollten die Karriereseiten in der jeweiligen Landessprache und mit dem Corporate Design des Unternehmens vorhanden sein. Individualität und Verlinkungen mit anderen Webseiten wirken sich ebenfalls positiv aus. Im folgenden werden die Ergebnisse – in 4 Kriterien unterteilt – vorgestellt:

Reichweite

Bei den ermittelten Reichweiten (Anteil erreichter Zielpersonen) besteht größtenteils Verbesserungsbedarf. Positiv heben sich dabei wegen ihrer Fananzahl bzw. des Fanwachstums nur BMW, Lufthansa, VW und Daimler ab. Eine geringe Anzahl an Fans bedeutet eine begrenzte Reichweite und geringe Interaktionen.

Plattform

Die Facebook-Karriereseiten haben das größte Potenzial für ein gelungenes Employer Branding. Abhängig von der Zielgruppe bieten sich auch Twitter, Linkedin, Xing und zukünftig auch Google+ zum Kontakte knüpfen an. Positiv ist es, weitere Social-Media-Funktionen wie Blogs oder Bewertungen auf der eigenen Webseite zu integrieren.

Content

Bei den Medieninhalten der meisten Seiten besteht Handlungsbedarf. Die Zielgrößen “informativ” und “abwechslungsreich” erfüllen die Seiten der Deutschen Telekom, der Commerzbank und der Allianz am besten. Neben unternehmenstypischen Inhalten und offenen Stellen wird dort laufend Aktuelles und Unterhaltsames hochgeladen. Die Lufthansa zeichnet sich dabei durch die Häufigkeit neuer Einträge aus. Durchgehend wird in der Studie eine übergreifende und auf die Zielgruppe ausgerichtete Content-Strategie vermisst. Wichtig ist, dass die Seiten einen Mehrwert bieten und neben Texten auch Bilder oder Videos eingebunden werden. Themen wie Einblicke in den Unternehmensalltag, Hinweis auf Personalmessen oder weitere Veranstaltungen sind bei den Interessenten beliebt. Unterhaltsame und glaubwürdige Inhalte werden von den Nutzern geschätzt.

Dialog

Zuhören hat beim Auftritt in sozialen Netzwerken eine sehr hohe Bedeutung. Es werden dort zahlreiche Wünsche und Meinungen geäußert auf die das Unternehmen wiederum reagieren sollte. Dadurch entsteht ein besseres Verständnis der Zielgruppe und die Interaktion wird verbessert. Die Untersuchung stellte eine zeitnahe Bearbeitung der Nutzerfragen fest. Die Interaktion kann durch verschiedene Regeln verbessert werden: Kommentare sollen gefördert und Postings erlaubt werden. Ein Ansprechpartner sollte benannt werden und durch Nutzerfragen können Diskussionen gefördert werden.

Zusammenfassung und Schnittstelle zu xRM

Eine abgestimmte Strategie ist für jedes Social-Media-Instrument erforderlich. Mit Employer Branding werden mehr potentielle Mitarbeiter auf ein Unternehmen aufmerksam. Das Image eines Unternehmens steigt, wenn man mit ihm regelmäßig in Kontakt tritt. Geht daraufhin eine Bewerbung ein, so kann ein Bewerbungsprozess, der auf die Bedürfnisse des Bewerbers abgestimmt ist, eine optimale Auswahl unterstützen.

An dieser Stelle setzt der xRM-Ansatz an: Dabei können bspw. vorab über Social-Media-Seiten Infos über potentielle Bewerber gesammelt werden. Ein Bewerber-Beziehungsmanagement fokussiert sich auf eine schnelle Bearbeitung der Bewerbung und ermöglicht einen zeitnahen Kontakt während der Bewerbungsphase. Dazu gehören unter anderem eine Mail zur Empfangsbestätigung oder Auskünfte über den aktuellen Bewerbungsstatus. Somit kann eine hohe Servicequalität für den Bewerber erreicht werden und dies verbessert das Employer Branding. Ein Bewerber verschickt meist mehrere Bewerbungen parallel. Die empfundene Servicequalität des Bewerbungsprozesses kann – als Teil des Employer Branding – ausschlaggebend für die Annahme eines Jobangebots sein.

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Sebastian Weiß

Autor: Sebastian Weiß

Sebastian Weiß studiert an der Uni Karlsruhe Wirtschaftsingenieurwesen. Dabei beschäftigt er sich unter anderem mit den Themen Wissensmanagement und der Analyse von Netzwerken im Relationship Management. Seit einem Aufenthalt in China betrachtet er soziale Beziehungen aus einer völlig neuen Perspektive.

Ein Kommentar

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