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Über Cloud-Computing, Intranets im Stil sozialer Netzwerke und Plattformen | Von Vivien Nikolic

Cloud

Wir haben mal wieder die Weiten des World Wide Web durchforstet und ein paar relevanter Artikel zusammengestellt. Da geht es um die rechtliche Situation für das Cloud-Computing, den Einsatz von unternehmensinternen sozialen Netzwerken sowie um die Lebensdauer von Start-Ups und Vorteile von Plattformen im Netz. Außerdem: Eine App, die es dem Verkauspersonal in einem Geschäft erlaubt, mittels Handyinformationen ihrer Kunden gezielt auf deren Kaufhistorie zuzugreifen und sie zu beraten.

Darf man das? Rechtliche Fragen zum Cloud-Computing in Europa

Das Forbes Magazine widmet sich in dem Artikel “Can European Firms Legally Use U.S. Clouds To Store Data?” der vielfach debattierten rechtlichen Problematik im Zusammenhang mit Cloud-Computing. Trotz widersprüchlicher und verwirrender Rechtslage beantwortet der Forbes-Gastautor eine der wesentlichen Fragen in diesem Zusammenhang mit einem klare Ja. Nämlich ob Firmen, die in Europa über Daten von EU-Bürgern verfügen und die Kontrolle darüber an ein in den USA ansässiges Unternehmen abgeben, mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen – sollten diese Daten anschließend freigegeben werden. Baillie schreibt: “If a German company were to place their customers’ data under the control of a U.S. entity or subsidiary, they could be held liable for any subsequent data release.” Interessant ist aber auch eine weitere Aussage Baillies: Auch abseits des Cloud-Computing tappen viele Unternehmen bereits in der rechtlichen Grauzone. “The problem of data protection laws and frameworks has nothing specifically to do with the cloud, but whenever a company places their data with a third party.” So kann auch die Nutzung eines außereuropäischen Rechenzentrums bereits eine ähnliche Problematik hervorrufen.

Facebook als Modell für unternehmensinterne Netzwerke

Nach dem Vorbild von Facebook, LinkedIn und Co ist an der Mannheimer Business School derzeit ein Intranet im Einsatz, das vieles einfacher macht und geschäftigen Professoren Zeit spart. Alexander Mädche, BWL-Professor an der Uni Mannheim, sieht in sozialen Plattformen ein”riesiges Potenzial” für Unternehmen. Was er mit seinen Kollegen im Kleinen in der Business School testet und erforscht, könnte in naher Zukunft Realität der ganz Großen sein. Dabei ist aber auch klar: “Die besten technischen Lösungen bringen nichts, wenn sie nicht mit den Bedürfnissen der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter in Einklang gebracht werden.” Und noch etwas gilt es zu beachten: Diese Art der Plattformen scheinen prädestiniert dafür, dass die Grenzen zwischen persönlichen und geschäftlichen Informationen bisweilen verschwimmen. Was wird geteilt? Wie persönlich darf der Austausch sein? In einem in der Zeit erschienen Artikel mit dem etwas irreführenden Titel “Facebook vereinfacht Arbeitsabläufe”, diskutieren auch die Zeit-Leser diese Problematik. Bedenken gibt es vor allem in puncto Datenschutz, aber auch die Frage der Gewohnheit spielt hier eine Rolle. Wer seit Jahren für die unterschiedlichsten Angelegenheiten E-Mails verschickt, wird sich vermutlich anfangs schwer tun, eine Facebook-ähnliche Plattform zu nutzen.

Warum virtuelle Plattformen länger leben als andere Online-Start-Ups

“Wer genau hinschaut, stellt fest, dass die meisten international erfolgreichen IT- und Internet-Unternehmen einen zumindest partiellen Plattformansatz verfolgen”, so Martin Weigert in seinem Artikel “Startups kommen und gehen, Plattformen bleiben” auf netzwertig.com. Dass dem so ist, hat vor allem damit zu tun, dass solche Plattformen in der Regel nicht so schnelllebig sind wie andere Web-Angebote. Funktioniert die Plattform und stellt sie einen echten Mehrwert für ihre Nutzer da, ist ihre Lebensdauer oft höher als bei anderen Modellen. Die Vorteile einer flexiblen Plattform nutzt auch Anything Relationship Management (xRM). Auf einer solchen Plattform lassen sich je nach Bedarf vorhandene Anwendungsprogramme anpassen und weiterentwickeln. Dass der Plattformgedanke die Nachhaltigkeit einer virtuellen oder realen Unternehmung erhöht, ist ein “wichtiger Faktor des digitalen Ökosystems und eine unterschätzte Konstante in der sich täglich verändernden digitalen Welt.”

In Store Shopping History – Kaufhistorie via Check-In

Ein guter Verkäufer besitzt ein schwer in Geldeinheiten umrechenbares Kapital: Er kennt seine Kunden. Er weiß, was sie für gewöhnlich kaufen, kennt ihren Geschmack, ihr Kaufverhalten. Während das in kleineren Geschäften durchaus funktionieren kann, hat es das Verkaufspersonal in den großen Ablegern namhafter Marken schwer, sich auch nur einen Bruchteil der Kunden zu merken, die täglich in den Laden stürmen. Abhilfe schaffen soll eine App aus dem Hause Signature Labs. Eine große amerikanische Designermarke, Marcus Niemann, testet die gerade in verschiedenen Shops. Kunden haben mit der kostenlosen App die Möglichkeit sich direkt beim Betreten des Ladens über aktuelle Angebote und Aktionen informieren zu lassen oder die Namen der anwesenden Mitarbeiter abzurufen. Noch verheißungsvoller scheint das Ganze jedoch für das Verkaufspersonal. Das erhält über die App Informationen zur Kaufhistorie des Kunden, der mittels seines Facebook-Profilbildes außerdem gleich zu erkennen ist und mit Namen angesprochen werden kann. Ob so etwas angesichts des strengen Datenschutzes in Deutschland überhaupt möglich wäre?

Vivien Nikolic

Autor: Vivien Nikolic

Vivien Nikolic studiert Kultur & Wirtschaft an der Universität Mannheim. Neben dem Studium arbeitet die angehende Wirtschaftsjournalistin als freie Redakteurin und engagiert sich in der Studenteninitiative "Market Team" als Projektmanagements-Vorstand. Ihr Interesse gilt managementbezogenen Fragestellungen jeglicher Art.

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