Computerwoche: xRM Trend 2012
9. März 2012 – 13:46 | Kein Kommentar

CRM-Experte Wolfgang Schwetz zählt xRM zu den wichtigsten CRM-Trends | Von Vivien Nikolic

Einem aktuellen Artikel der Computerwoche zufolge erlebt die CRM-Welt derzeit mehrere neue Entwicklungen. Welche Trends künftig relevant sein werden und welche positiven Aussichten sich für xRM bieten, dazu gibt es hier einen Überblick…

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I-ESA 2012: xRM-Vortrag auf Konferenz

Hochgeladen von Johannes Britsch am 11. April 2012 – 23:29Ein Kommentar

xRM wurde auf der diesjährigen I-ESA in Valencia umfassend diskutiert | Von Johannes Britsch

Valencia

Am 20.-23. März fand in Valencia (Spanien) die sechste internationale Konferenz für “Interoperabilität von Enterprise Systems und Applikationen” (I-ESA 2012) statt. Sie stand unter dem Thema “Interoperabilität von Unternehmen im zukünftigen Internet gestalten” – da durfte xRM natürlich nicht fehlen. Nach meinem Vortrag über xRM-Grundlagen kam es zu einer lebhaften Diskussion. Hier einige Kernpunkte und meine Eindrücke von der Konferenz.

Auszüge aus der Präsentation

Definition von xRM

Geschichte von xRM

Ich denke, die erste Folie ist ziemlich staight-forward. So stellen wir uns xRM vor. Wichtig vielleicht herauszuheben sind folgende Punkte: xRM ist nicht nur eine Software, sondern ein Managementkonzept, das auf den langfristigen Erfolg von Organisationen abzielt. Bei xRM handelt es sich um eine integrative Plattform, welche die einzelnen Systemsilos aufbrechen will. Auf der zweiten Folie wird die Herkunft von xRM vorgestellt. Spannend ist hier, dass sich eine sehr ähnliche Entwicklung zuerst in der theoretischen Betrachtung von Beziehungsmanagement und dann in der Praxis vollzogen hat – weg vom reinen Marketingbezug, hin zu einer holistischen Sichtweise.

Beispiel CAS xRM

Beispiel Microsoft xRM

Beispiel Podio xRM

Diese drei Folien zeigen Beispiele von xRM. Zurzeit kann beobachtet werden, dass es drei Richtungen gibt, aus denen sich xRM zusammensetzt: 1. Angepasste Lösungen für verschiedene Stakeholder und Nutzungskontxte basierend auf CRM-Systemen (z.B. das preisgekrönte CareCM); 2. xRM-Plattformen, auf denen verschiedenste Applikationen entstehen (z.B. MS Dynamics mit xRM-Framefork); 3. Facebook-ähnliche Kollaborationsplattformen, in die Apps integriert werden können (z.B. Podio oder Yammer).

Ich vermute, dass besonders letzterer Ansatz großes Potential birgt, nämlich ausgehend von einem Employee Relationship Management eine ganzheitliche Plattform aufzubauen. Podio, das Start-Up aus Kopenhagen, bietet z.B. auch einen internen App Marketplace und erlaubt es per Drag-and-Drop eigene Apps zu erstellen. Wie groß das Potential hier ist, hat anscheinend auch der IT-Riese Citrix erkannt, und das Unternehmen Podio heute zu einem nicht öffentlich genannten Preis aufgekauft hat…

Glonet Motivation

Glonet Inhalt

Glonet Interoperabilität

Auf diesen drei Folien gehe ich auf ein aktuelle Forschungsprojekt ein, an dem die CAS Software AG beteiligt ist und bei xRM und Interoperabilität eine große Rolle spielen. Glonet stellt die Frage, wie organisationsübergreifend Kooperation gelingen kann und wie sich Mittelständler in “agilen virtuellen Unternehmen” zusammenschließen können. Dabei kann xRM als gemeinsame Plattform dienen. Eine Herausforderung bei der Nutzung von xRM ist natürlich, dass bestehende Systeme integriert werden müssen. Zu diesem Zweck entwickelt Glonet ein Synchronisations-Rahmenwerk, das dafür sorgt, dass alle Kooperationspartner und deren Systeme auf einheitliche Datengrundlagen zugreifen.

Eindrücke von der Konferenz

Das Thema xRM wurde im Anschluss an meine Präsentation in mehreren Workshops diskutiert. Zu einem Teil stellte es doch einen Kontrapunkt zu vielen vorgestellten Ansätzen dar, bei denen es meist darum ging, neue und immer komplexere Tools zu erstellen – und am Ende dann noch Tools zur besseren Auswahl von Tools anzubieten. Auf der anderen Seite stand immer mehr die Erkenntnis, das Usability ein immer wichtigeres Thema für die Endnutzer ist. Was brauchen kleine und mittlere Unternehmen wirklich? Findet zurzeit nicht sehr viel “Over-Engineering” statt?

Vor diesem Hintergrund wurde xRM – als Begriff den meisten Konferenzteilnehmern neu – als potentiell “disruptive Technologie” (O-Ton Kommentar) wahrgenommen. Gleichzeitig wurde auch kritisch angemerkt, ob xRM eine “eierlegende Wollmilchsau” sein soll. Trotzdem – v.a. im Hinblick auf das App-Konzept von Podio – wurde auch deutlich, dass in der Praxis bereits viel umgesetzt wird, was in der Wissenschaft noch abstrakt diskutiert wird. Dabei liefert xRM interessante Möglichkeiten für eines der Top Topics der Konferenz schlechthin: Internet of Things. Mit Hilfe von RFID/NFC können Gegenstände einfach in die Beziehungsstrukturen von Organisationen eingebunden werden. Anstelle von zahlreichen verschiedenen Systemen und Tools bietet xRM einen integrativen PaaS+Apps-Ansatz. Gerade für den Mittelstand scheint diese in gewisser Art pragmatische Herangehensweise durchaus Sinn zu machen.

Johannes Britsch ist Doktorand an der Uni Mannheim. Seine Interessen umfassen xRM, Managementkonzepte, KMU sowie Entrepreneurship. Er ist "Erbauer" dieses Blogs und schreibt manchmal in der dritten Person von sich.

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