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Die Weihnachtsgeschichte 2.0

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Frei übertragen ins Jahr 2012 – Weihnachten 2.0 | Von Daniel Mirovsky & Johannes Britsch

Weihnachten

Die Weihnachtszeit ist auch eine Zeit der Ruhe und des Besinnens. Dies nehmen wir zum Anlass, um uns zu vergegenwärtigen, dass viele alltägliche Schwierigkeiten heutzutage ganz einfach und schnell mittels moderner Hilfsmittel bewältigt werden können. Das Ergebnis unserer Überlegungen: Die Weihnachtsgeschichte 2.0. So, wie sie heute sein könnte…

“Oh Mann”, stöhnt Josef , “dieser Augustus lebt echt hinterm Berg. Jetzt sollen wir doch tatsächlich in unsere Heimatstadt reisen, nur um uns zu melden und zählen zu lassen. Reicht denn der biometrische Personalausweis mit RFID-Chip nicht mehr aus?!” Josef seufzt und greift widerwillig zum seinem Nexus-Tablet. Einige Klicks und Kaufbestätigungen später hat er via Mitfahrgelegenheit für sich und seine schwangere Frau Maria eine Fahrt nach Bethlehem gebucht. Mit seinem iPhone reserviert er, vom Auto aus, über die JustBook-App kurzfristig noch ein Zimmer in einem Hotel.

Die Fahrt verläuft problemlos – doch als an ihre Hotel ankommen, entschuldigt sich die Angestellte: “Leider sind wir total overbooked. Das tut uns sehr leid, aber da können wir nichts machen. Sie wissen ja, mit der ganzen Konkurrenz durch airbnb müssen wir schauen, wo wir bleiben. Alle Zimmer sind bereits vergeben und bezogen. Und ich glaube, dass Sie gegenwärtig auch in anderen Unterkünften wenig Erfolg haben werden.” Josef ist empört und diskutiert mit der Angestellten, dann mit deren Vorgesetzten, und droht schließlich mit desaströsen Bewertung und Kommentaren auf Tripadvisor und anderen Bewertungsplattformen und damit, seine Erfahrungen in alle vier Social-Media-Winde zu streuen, auf dass nie wieder ein Mensch einen Fuß in diese Herberge setze.

Da wird dem Vorgesetzten mulmig. So viel negativer Buzz. So viele potentielle Kunden könnten abgeschreckt werden… Eilig bietet er Josef und Maria die leere Garage des Hotels an und verspricht diese noch schnell mit dem Nötigsten herzurichten. Auf alibaba.com hätte er gerade neues Inventar erstanden. Nur solle Josef bloß nicht so negativ über die Herberge schreiben. Kaum in der Garage der Herberge, setzen Marias Wehen ein. Zum Glück stellt Siri schnellstens die Nummer des nächsten Krankenhauses bereit. Der Notarzt ist im Handumdrehen da und Maria gebärt einen gesunden, munteren Jungen. Vor lauter Glück fotografiert Josef den Kleinen sofort mit Instagram und stellt die Bilder auf Facebook.

Kurz darauf treffen auch schon einige Farmville-Spieler an der Garage ein: “Wir haben erfahren, dass hier ein besonderes Kind geboren ist. Da haben wir uns sofort auf den Weg gemacht. Zum Glück gibt es Google Maps jetzt auch für iOS 6. Sonst hätten wir wohl nicht so schnell hierher gefunden!”

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und ein besinnliches Fest wünscht das xRMblog-Team! Und viel Spaß beim Twittern & Facebook-Posten während der Feiertage…

Daniel Mirovsky

Autor: Daniel Mirovsky

Daniel Mirovsky studiert im Mannheim Master in Management Programm der Uni Mannheim. Parallel zum Studium engagiert er sich bei SIFE Mannheim als Koordinator sozialer Studentenprojekte. Neben (Social) Entrepreneurship interessiert er sich für neuartige Managementkonzepte wie xRM.

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