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Rückblick: Seminar zu xRM an der HS Pforzheim

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In Baden-Württemberg wird über xRM geforscht | Von Johannes Britsch

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Am 30. Juni fand in Stuttgart ein Seminar zum Thema “Anything Relationship Management” statt. Auf der Veranstaltung wurden die Ergebnisse eines 20-monatigen xRM-Forschungsprojekts der Hochschule Pforzheim präsentiert. Leiterin des Projektes war Prof. Rebecca Bulander, Projektträger die MFG Stiftung Baden-Württemberg. Beachtlich: Im Zuge des Projektes sind fünf Publikationen sowie Handlungsempfehlungen hinsichtlich xRM entstanden.

Die Hochschule Pforzheim bildet sich langsam aber sicher als xRM-Hochburg in Deutschland heraus. Prof. Bulander gelang es, für das Projekt eine Finanzierung durch das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm im Rahmen der Zukunftsoffensive III des Landes Baden-Wüttembergs zu gewinnen. Die Hochschule positioniert sich nicht nur räumlich, sondern auch thematisch als Bildeglied zwischen dem IT-Zentrum Karlsruhe und der Industrie-Region Stuttgart.

xRM als Einbindung-Werkzeug für intelligente Objekte und virtuelle Assets

“In Zukunft erwarten wir also eine total vernetzte Welt, in der alle menschlichen, organisatorischen, physischen und virtuellen Entitäten miteinander über die Grenzen jeglicher Organisationen, Netzwerke und Länder hinweg verbunden sind”, so Bulander. Mit xRM lassen sich – so die Ansicht der HS Pforzheim – die Beziehungen zu Kunden, aber auch zu anderen Stakeholdern wie Lieferanten, Banken und Behörden effizient steuern. Darüber hinaus können virtuelle Assets wie Dokumente, Bilder und Videos sowie intelligente Maschinen und Anlagen eingebunden werden. xRM wird so Taktgeber für die Industrie 4.0 bzw. Cyber-Physical Systems.

Ein Praxisbeispiel lieferte Referent Stefan Ivez von der MS Motorservice International GmbH. “Unser Ziel war es, die Beziehungen unseres Unternehmen effizient zu steuern, und zwar alle Beziehungen – zu Kunden, aber auch zu Lieferanten, Banken, Behörden, Speditionen”, so Ivez. Dafür vereinheitlichte das Unternehmen alle Systeme, Prozesse und Dokumente auf einer xRM-Plattform. Damit haben die Mitarbeiter an allen Standorten weltweit alle Informationen über die Kunden vorliegen.

Als Beispiel für zukünftige Entwicklungen wurden autonom fahrende und untereinander vernetzte Fahrzeuge genannt. “Diese Autos werden nicht nur die Mobilität, sondern auch die etablierten Fahrzeughersteller dramatisch verändern”, prognostiziert Prof. Bernhard Kölmel. So werden laut Prognosen mittelfristig lediglich acht Prozent der bisherigen Autos benötigt. “Das erfordert komplett neue Geschäftsmodelle. Die digitalen Technologien das Fundament jedes Unternehmens in seiner Strategie, Produkten, Dienstleistungen, Struktur, Kultur und seinen Prozessen verändern.”

Und es gab auch etwas live zu sehen: Jonathan Philip Knoblauch von der HS Pforzheim demonstrierte einen Prototyp, der den Einsatz von xRM in der Industrie 4.0 zeigt. Eine an der Hochschule vorhandene Anlage wurde in einer Software nachgebildet und Beispielfunktionen zur Datenkommunikation implementiert. Damit kann die Software die Anlage intelligent steuern, Aufträge der Kunden effizient bearbeiten, Nachschub bestellen und Wartungstechniker rufen.

 

Autor: Johannes Britsch

Johannes Britsch ist Doktorand an der Uni Mannheim. Seine Interessen umfassen xRM, Managementkonzepte, KMU sowie Entrepreneurship. Er ist "Erbauer" dieses Blogs und schreibt manchmal in der dritten Person von sich.

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