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Feedback-Kanal vereinfachen – Kundenbindung stärken

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Smartphone-Apps als Rückkanal für Gastgeber, wie kann das funktionieren? | Von Johannes Britsch

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Wer Gäste bei sich hat, würde gerne wissen, ob sie zufrieden sind bzw. ob man noch etwas verbessern kann. Dies gilt insbesondere für Firmen, bei denen das Besuchererlebnis wichtig ist. Wie man hier mit einer smarten Lösung punkten kann, zeigt ein Open-Data-Projekt. 

ODINE: Ein “Open Data Incubator”

Der von der EU-Kommission geförderten “ODINE Incubator” verfolgt das Ziel, in Startups zu investieren, die Open-Data-Projekte durchführen. Insgesamt haben bereits 57 junge Unternehmen aus 18 europäischen Ländern an ODINE teilgenommen. Das Programm erstreckt sich über sechs Monate und umfasst ca. 100.000 EUR Finanzierung je Startup. Eine vollständige List der ODINE-Startups gibt es auf: https://opendataincubator.eu/companies

Hinter ODINE steht die Einsicht, dass Open Data große Potentiale innewohnen: Was mit offener Software wie z.B. Linux begonnen hat, hat sich in den letzten Jahren auf offene Projekte wie Wikipedia und OpenStreetMap ausgeweitet. Nun können auch Daten – z.B. Verkehrs-, Wetter- oder Kartendaten – genutzt werden. Durch ihre smarte Verwendung können neue Geschäftsmodelle und Nutzerbegeisterung entstehen.

Der Feedback-Melder

Eines dieser Startups ist contagt (www.contagt.com). contagt hat sich auf Indoor-Navigation basierend auf der freien Kartenlösung OpenStreetMap spezialisiert. Auf OpenStreetMap sind in der Zwischenzeit auch viele Unternehmen mit Ihren Gebäudegrundrissen vertreten, z.B. die Deutsche Bahn, Merck und verschiedene Krankenhäuser, Universitäten usw.  Die Idee des Projekts von contagt ist, diese offenen Basisdaten durch eine einfache Lösung zu ergänzen, sodass Besucher z.B. Gefahrenstellen im Gebäude oder neue Ideen direkt an den Betreiber melden können.

Im Zuge des ODINE Incubators wurde so ein “Feedback”-Tool für Smartphones entwickelt. Mit der contagt-App können Gäste im Gebäude bzw. auf dem Firmenstandort navigieren und zudem einfach Daten erfassen. Dazu schießen sie ein Foto, versehen es mit einem kurzen Kommentar und schicken es ab. Zeitaufwand für den Gast: 5 Sekunden. Die Meldung geht mit der Positionsinformation in ein Ticketing-System beim Gebäudebetreiber ein, der das Feedback komfortabel bearbeiten und ein Statusupdate an den Gast senden kann. Gleichzeitig werden neue Datenpunkte generiert, mit der auch das Kartenmaterial verbessert werden kann.

Relationship Building

Indem man es Menschen leicht macht, Daten zu teilen, werden neue Chancen kreiert. So ermöglicht der beschriebene Ansatz Unternehmen, in Interaktion mit ihren Besuchern zu treten. Hierbei wird selbst durch minimalen Aufwand auf beiden Seiten eine Beziehung aufgebaut – ein “Hören- und Gehört-werden”.

Autor: Johannes Britsch

Johannes Britsch ist Doktorand an der Uni Mannheim. Seine Interessen umfassen xRM, Managementkonzepte, KMU sowie Entrepreneurship. Er ist "Erbauer" dieses Blogs und schreibt manchmal in der dritten Person von sich.

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